5 thoughts on “Auftrag erteilt – Kopfkino läuft (verschoben)

    1. Mir ist klar, dass es nicht billig wird. Stadtentwicklung ist nunmal nicht kostenlos.
      Das Killerkriterium „Geld“ lasse ich bei Visionen oder Utopien allerdings nicht gelten.
      Die vorhandenen Baustellen bieten viele Möglichkeiten für Synergien. Zudem entsteht neuer Raum, der durchaus auch als Wirtschaftsfaktor dienen kann.
      Da bei deinem 2. Kommentar kein sinnvoller Kommentar enthalten war verzichte ich auf eine Freigabe.

  1. Mir gehts nicht ums Geld, ist genügend vorhanden, sondern um die Verteilung des Geldes.

    Solange Stadt-St.-Galler Kinder mit Zahnfehlstellungen herumlaufen müssen, weil ihre Eltern nach den Sparmassnahmen die Korrektur bei der Schulzahnklinik nicht mehr leisten können,
    die KK-Franchise aufs Maximum erhöhen müssen, auf dringende Arztbesuche verzichten oder ins Ausland zum Arzt gehen, weil der Kanton spart,
    die Kindsentwicklung verhindern, weil Basisstufe zu teuer,
    die Chancengleichheit an öffentl. Schulen verhindern weil zu kostenintensiv,
    Flüchtlingskinder bei uns in Massenschläge unter der Erde untergebracht aber für Schweizer Pflegekinder Einzelzimmer gefordert werden,
    Kinder im Kongo nicht zur Schule können, damit meine Tantal-Handyantenne billig ist,
    Chinesen 80 Stundenwoche haben für Billigstspielzeug für leuchtende Schweizer Kinderaugen an Weihnachten und sich Tibeter für unsere Werte selbstverbrennen,

    wird mir Angst um Bange um meine und die Zukunft meiner Kinder, wenn ich solche Artikel lese.

    St. Gallen ist kein eigener Planet.

    Think global act local.

    Wie lange geht es, bis Marcel Baur Stacheldraht an der Grenze fordert, damit Zürcher, Zuger, Basler und Genfer weiterhin unsere selbstverursachten Verkehrs-Probleme? quersubventionieren?
    Diese Passage wurde von mir gestrichen, da ich mich durch sie beleidigt fühle. Marcel Baur

  2. Beleidigung war keine Absicht, aber ein (offensichtlich unnützer) provokativer Denkanstoss meinerseits.
    Statt Streichung hätte ich mir Widerlegung gewünscht (zB monetärer volkswirtschaftlicher Nutzen: gesunde städtische Kinderzähne dank Mehrwert Tram).

    Der aktuelle Überschuss der Stadt wird ja nicht gebraucht, um die diejenigen zu unterstützen, die die höchste Konsumneigung haben (die Ärmsten) sondern um attraktiv für noch Reichere (mit der höchsten Sparneigung) zu werden.
    Was war der Zweck der demokratischen Verteilung von Überschüssen mittels Gutscheinen durch Scheitlin 2010?
    Nicht Konsumföderung?
    Kein Wunder siechen westliche Industrienationen wegen Wettbewerb um gute Steuerzahler mit lächerlich tiefem Wirtschaftwachstum dahin.

    In Zukunft fährt zwischen Waaghaus und Bahnhof dank Südschaukel alle 7,5 Minuten ein 150m-langes AB-Gefährt (darum bald die 3. Marktplatzvorlage).
    Da soll noch ein Tram dazwischenpassen und all die Busse?
    Ein massiver Verkehrsstrang mitten durch die Innenstadt?
    Vom Neudorf ins Stephanshorn oder in die Guggeien geht man dann zu Fuss?

    Ich will Dasein statt Unterwegssein.

    Nur damit alle während Stosszeiten an besten Lagen in der Innenstadt stundenlang auf eine Bildschirm glotzen können und ein asoziales Heim im Grünen haben.?

    Qualität statt Quantität.

    Alle Ressourcen sind vorhanden. Man muss sie nur besser dh. wirtschaftlicher nutzen.

    Trotzdem danke für die vielen Inputs in deinem Blog.

    1. Visionen kann man mögen oder nicht. Wenn sie jemandem nicht gefallen, ist es ein Leichtes, sie im Keim zu ersticken. Geld als Argument reicht.
      Soviel dazu.

      Ich erkläre dir aber gerne welche Gründe (aus meiner ganz persönlichen Sicht) für meine Idee sprechen:

      1. Der Einbezug der Agglomeration von Gossau bis Rorschach, vom Thurgau bis ins Appenzellerland. Hier sind die Anschlüsse zumindest teilweise vorhanden.
      2. Die Grossbaustellen an den beiden Bahnhöfen bieten Chancen sowohl für Verkehr als auch für lebendige Quartiere. Die Nord-Süd Barriere durch die Geleise könnte aufgehoben werden.
      3. Die Uni SG am Platztor liegt verkehrstechnisch völlig quer in der Landschaft. Man könnte sie umplatzieren oder eben mit einer (U-Bahn) Haltestelle erschliessen.
      4. Der Marktplatz als Verkehrskreuz für den ÖV könnte entlastet werden, indem der Schwerpunkt des Busverkehrs auf die Nord-Süd-Achse anstelle der heutigen Ost-West-Achse verlegt wird. Ausgangspunkte wären die beiden Bahnhöfe.
      5. Die Verlegung des ÖV (zumindest teilweise) unter den Boden entlastet letztendlich unsere Innenstadt. Die Verbindungen werden zuverlässiger und stressfreier.

      Jeder ist frei, hier mit seinen Gedanken zu spielen. Es gibt noch weitere kleinere Baustellen und Projekte (Loma-Erweiterung), die angebunden werden könnten.
      Auch ein Ausbau der Autobahn wird dadurch nicht tangiert.

      Wenn niemand seine Gedanken äussert und sich nicht für Ideen und Visionen einsetzt, ist der Weg des „geringsten Widerstand“ vorprogrammiert. Die Stadt könnte die Areal der Migros, der FHS und anderen Investoren übergeben. Spätestens dann bleibt nur noch die Möglichkeit, via Einsprachen „Schlimmeres“ zu verhindern.

      Wer Visionen hat, soll sie äussern, soll sich beteiligen. Schwarz/Weiss Denken, die Faust im Sack machen und im Anschluss jammern bringt niemanden weiter. Stell dir vor, wir würden unsere Stadt der ProCity überlassen…..

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