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Kategorie: Energie

EU geht grosszügig um mit Fracking

EU geht grosszügig um mit Fracking

Da die Schweiz ja nicht Mitglied der EU ist, verweise ich auf die Berichterstattung unserer österreichischen Nachbarn.
Ich bin froh, dass die Diskussion dort intensiver geführt wird und bin voller Hoffnung, dass deren kritische Haltung auch in die Schweiz überschwappt.

Zeit für uns, endlich ebenfalls auf die Hinterbeine zu stehen und hier ein klares Statement gegen das Fördern von Schiefergas mittels Fracking abzugeben.

Die Vorarlberger Nachrichten setzen sich vehement für ein Fracking-Verbot am Bodensee ein.
Die von ihr gestartete Petition hat mittlerweile 15’800 Unterstützer. Auch Schweizer können sich beteiligen – Hier eintragen
Alles wissenswerte dazu gibt es im Themenspecial

Quellen:
http://orf.at/stories/2215129/2215130/
http://www.vol.at/specials/fracking
http://www.hpmartin.net/content/bef%C3%BCrchtung-best%C3%A4tigt-eu-kommission-stiehlt-sich-bei-fracking-aus-der-verantwortung
http://de.wikipedia.org/wiki/Fracking

Fracking am deutschen Bodenseeufer – Automatische Verlängerung der Lizenzen für Probebohrungen

Fracking am deutschen Bodenseeufer – Automatische Verlängerung der Lizenzen für Probebohrungen

Fracking am deutschen Bodenseeufer – Automatische Verlängerung der Lizenzen für Probebohrungen

Das Freiburger Landesbergbauamt und das Stuttgarter Umweltministeriums haben in der Umgebung von Pfullendorf, Biberach und Konstanz für 2 weitere Jahre Lizenzen für Probebohrungen vergeben. Es handelt sich dabei um Testbohrungen um den Untergrund auf Erdgasvorkommen zu untersuchen. Sollten die lizenzierten Unternehmen fündig werden, ist geplant die brennbaren Gase mittels Fracking aus dem Untergrund zu fördern.
Bei Fracking werden die Gesteinsschichten, in denen das Gas eingeschlossen ist unter Druck aufgesprengt um das Gas freizusetzen. Dabei werden in grossen Mengen Flüssigkeiten verwendet, deren Zusammensetzung teilweise unbekannt und Betriebsgeheimnis sind.
Da die Bohrungen in unmittelbarer Nähe des Bodensees stattfinden, ist nicht auszuschliessen, dass der Trinkwasserspeicher von rund 5 Mio. Menschen in Gefahr ist. Dies betrifft natürlich nicht nur unsere Nachbarn in Deutschland und Österreich sondern natürlich auch uns in der Schweiz.
Die Lizenzen für die Bohrungen wurden an die Firma Parkyn Energy mit Sitz in Irland vergeben. Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Firma 3Legs Ressources. Eine Briefkastenfirma mit Sitz auf der britischen Kanalinsel Isle of Man.
Die Landesregierung Baden-Württemberg ist zwar gegen ein Fracking am Bodensee, was umso mehr erstaunt, dass sie die Lizenzen für Probebohrungen um 2 weitere Jahre automatisch verlängert hat
Nebst den möglichen Folgen einer Trinkwasserverseuchung ist somit auch die Frage der Verantwortung und Haftung der Betreiberfirma in Frage gestellt. Besitzt diese doch keinerlei Bezug zur Region und dürfte die wirtschaftlichen Interessen über die Gesundheit der Anwohner stellen. Dies zeigt sich auch deutlich in der Möglichkeit, dass es den Firmen erlaubt ist, ihre Bohrlizenzen weiterzuverkaufen.
Ich erwarte hier von den betroffenen Gemeinden, Kantonen und Umweltverbänden eine klare Stellungnahme und eine Insistierung bei der Landesregierung Baden-Württemberg, die für die Lizenzvergabe verantwortlich ist. Auch der Bund muss hier Stellung beziehen und darf nicht wie in einer einfach gestellten Anfrage von NR Lukas Reimann die Verantwortung auf die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee ((IGKB) schieben.

Update:
Inzwischen wurde ich im Ratsinformationssystem des Kanton St. Gallens fündig:
KR Interpellation 51.12.50 - Trinkwasser schützen – Nein zu Fracking am Bodensee

Wer sich für Fracking im allgemeinen interessiert, hier ein Beitrag von Einstein, SRF

Quellen:
http://www.kontextwochenzeitung.de/pulsschlag/143/geschenk-fuer-fracker-1932.html
http://pfullendorf.bund.net/themen_und_projekte/fracking/lgrb_vergibt_konzessionen/
http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20125466

Kleines Update vom 23.1.2013:

Der Beitrag wurde auch als Leserbrief im St. Galler Tagblatt vom 21.1.2014  veröffentlicht

Warum ich auf Smartmetering rumhacke

Warum ich auf Smartmetering rumhacke

Ich habe ja heute schon 2 Blogeinträge zu 2 Smartmeterprojekten in der Ostschweiz geschrieben.
Mir ging es in erster Linie wirklich nicht darum, Personen oder Firmen in die Pfanne hauen zu wollen. Die Verflechtungen (s. Bild) haben sich aus der Suche nach Infos einfach so ergeben.

Natürlich finde ich die Verflechtungen von öffentlichen Institutionen und Firmen äusserst bedenklich. Politisch ist das für mich ein No Go!

Was mich aber noch viel mehr stört ist die fehlende Transparenz in Sachen Datenschutz.
Verbraucherprofile wie sie bei Smartmetern erstellt werden können, greifen einerseits in die Privatsphäre ein und andererseits wecken sie Bedürfnisse bei weiteren Diensten. Haushaltgerätehersteller, Stromproduzenten und Geheimdienste sind da nur 3 Beispiele, für Interessenten an unserem Stromverbrauch.
Wenn nun die Verstrickungen der Politik und der Datenverarbeiter offensichtlich werden, dann frag ich mich, wer denn die Kontrollfunktion übernehmen kann. Die Kontrollfunktion, die sicherstellt, dass die erhobenen Daten auch nur zu dem Zweck bearbeitet werden für den sie gedacht sind. Die mangelhafte Kommunikation und die äusserst dürftigen Informationen provozieren geradezu einen Missbrauch, der möglicherweise sogar durch das Kleingedruckte „legalisiert“ wird.

Smartmetering bleibt eine gute Chance, unseren Stromverbrauch in kontrollierte Bahnen zu lenken und dürfte auch bei zukünftigen Fragen zu neuen Energiegewinnungsmethoden eine Rolle spielen. Bleibt aber wachsam, hinterfragt die Dienste und informiert euch, wie ihr Einfluss auf die Verwendung eurer Daten nehmen könnt.

Smartmetering Arbon

BIld: Verknüpfungen Smartmetering Arbon
Quelle: Webseiten der einzelnen Firmen und Personen