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Kategorie: Musik

Was David Bowie wirklich war…

Was David Bowie wirklich war…

Ich durfte heute 2 sehr jungen Erwachsenen bei einer Diskussion belauschen. Thema war David Bowie, dessen Tod auf der Infotafel im Bus vermeldet wurde.
Ich versuche mal, das Gespräch sinngemäss und in ungefähren Worten der beiden wiederzugeben:

Typ 1: „He, häsch da kännt?“

Typ 2: „Jo, da isch doch die Schwuchtlä gsi, wo sich immer gschminkt hät“

Typ 1: „Dä isch nöd schwul gsi, häsch s Video  mit dere Sexszene am Strand nie gseh?“

Typ 2: „Dänn isch er aber sicher Bi gsi“

Typ 1: „Weiss i nöd, villicht au nur än Transvestit“

Typ 1: „….oder Androgyn“

Typ 2: „Da isch doch s glich“

Typ 1: „Sicher nöd, Androgyn isch mer dänk eifach, än Transvestit leit sich numä so a“

Typ 2: „Isch jo eigentli au glich, chum lueg emol uf Youtube, da Video am Strand“

Typ 2: „Weisch wies heisst?“

Ich: „China Girl“

Typ 1 und Typ 2: „Genau! Geil!“

Eigentlich ein DejaVue. Bei uns tönte es vor 30 Jahren etwa genau so, nur dass wir leider auf das Video verzichten mussten und den Song erst zu Hause anhören konnten 🙂
Hätten wir die Möglichkeit gehabt, im Bus das Video anzuschauen, wir hätten es getan!

 

Verschwörung (Arbeitstitel)

Verschwörung (Arbeitstitel)

Ich liebe Verschwörungstheorien, weil mir mittlerweile alle zu ausgelutscht sind, bastle ich einfach mal eine Neue. Und bitte, Sarkasmus- und Ironie-Modus einschalten!
Es geht um den Hitparadenerfolg des SVP Wahlkampf Song „Welcome to SVP“ von Thomas Matter alias TJ Tommy.

Der Song ist am Sonntag 20.9.2015 von Null auf Platz 6 vorgestürmt und hat dabei einige „Weltstars“ hinter sich gelassen.
Als sehr negative eingestellter Mensch, zumindest was die SVP anbelangt, such ich natürlich den Fehler im System. Es benötigte eigentlich gar nicht viel Aufwand, ein paar Ungereimtheiten oder besser verdächtige Anzeichen zu finden.

  1. Wie oft wird der Song in den Radios gespielt?
    Wie wir ja in den Medien erfahren haben, findet der DJ Tommy Matter es eine Schweinerei, dass sich SRF weigert den Song zu spielen. Pech nur, dass ihn auch sonst niemand spielt, wie ein Blick auf airplay.ch zeigt.
    Hier wird ein Eintrag aufgeführt. Der Teaser/Vorgeschmack aus der Hitparade vom Sonntag Nachmittag, natürlich im Staatsradio.
    Ok, Radio ist für eine Hitparadenplatzierung nicht relevant
  2. Streaming auf Spotify – Ein Erfolg?
    Einige Medien machen das Streaming für den Erfolg des Songs mitverantwortlich. Gut möglich, sag ich als fleissiger Spotify-Hörer.
    Also fix einen Blick auf den Song geworfen. Wow, heute Montag 21.9.2015 um 14:00 beläuft sich die Zahl der Abrufe auf rund 1500! Oh, Moment, den Wert muss man ja durch 114 teilen. Denn so oft muss ein Song gestreamt werden, damit er als 1 Kauf angerechnet wird. 1500/114=13,xyz – Wow, gleich 13x wurde der Song also über den Streaming-Dienst angerechnet!
    Update vom 21.9.2015, 18:30h – Der Zähler bei Spotify steht nun auf 1900! das sind 400 Plays in rund 4.5h -> Respekt! Wessen Rechner (Mehrzahl) da wohl auf Random laufen?
  3. Bleiben noch die Download-Portale und der SMS Verkauf
    Update vom 21.9.2015, 22:07 – 20min bringt Licht ins Dunkle, mit 2000 Downloads in die Top10 (das könnte meine doch so tolle Verschwörungstheorie versenken 😉 )
    Hier ist es leider nicht so einfach, an Zahlen zu kommen. Deshalb liegt hier auch der wahrscheinliche Grund für den kometenhaften Aufstieg in die Charts.
    Bei iTunes liegt der Song inzwischen ebenfalls auf Platz 6 versehen mit 3.5 Sternen
    Beim SMS Versand ists es noch dunkler, wobei man ganz wenig Infos noch bei iGroove.ch rauskitzeln kann – der Song wurde immerhin 13x (schon wieder 13) auf Facebook gelikt. Ein stolzer Wert.

So, diese völlig zusammengewürfelten und unbewiesenen Information reichen in den üblich verdächtigen Kreisen der Verschwörungstheoretiker völlig aus, um diverse Behauptungen in Richtung Manipulation, käufliche Charts usw aufzustellen, oder nicht?
Zum Schluss noch, solche kleinen Recherchen mit etwas Fantasie anzureichern machen richtig Spass. Vielleicht schaffen es die Medien ja noch, etwas tiefer zu graben und wer weiss, evtl. bekomme ich noch Recht.
Aber Hauptsache, der Song verschwindet aus meinen Ohren. In den Charts kann er ruhig bleiben, da liegt er in guter Nachbarschaft mit weiterem Müll.

Und wer den Artikel ernst nimmt, darf gerne via Kommentar weiteres, belastendes Material abliefern 😉

PS: Und wer es gar nicht lassen kann, sich den Song anzuhören, der soll das gefälligst auf Youtube machen, denn Videostreaming zählt nicht für die Hitparade (selber suchen, Danke)

Apropos Youtube, habe heute noch den gefunden. Nein, nicht nachrechnen, das wird schon seine Richtigkeit haben 😉

#Tubeltrophy in Google-English

#Tubeltrophy in Google-English

Den Original-Text gibts bei Baby Jail als PDF

It ish emal en Tubel GSI , e correctly miesi returnable bottles Dä hät gmeint e helli Huut , the seg e Ask the laundering He hät gmeint bim Metzger wachsed d‘ Cervelats Givern And everywhere d‘ Sunne schiini gäbs e Glacé Charte He hät he tänkt it HEG Avenge uf security forever Hät be vorgschtellt , s’Mami Butzi s’Läbe long sis Room

It ish emal en Tubel gsi , dä ish on Schtammtisch gsässe He hät gseit : Were create wants dä hät au öppis z’frässe He hät grüeft : There ica l shame , it ica l Kataschtrophe Wännt en Chällner bruuchsch , dänn chunnt he grad sine Goofe He hät Blödi joke about gmacht d‘ blacks and gays di He hät gseit : I paid but no Schtüre nöd for di Fuule

It ish emal en Tubel gsi , dä hät e Rundi beer pays And dänn händsem gseit , it ‚d give s competition in the jungle En Monet überläbe , ohni Bank and ohni Uswiis Nachhär it dänn Fäscht and no two kilos of gold as Hauptpriis Si händem s’Heftli sheweth MITEM large ad Deet ish exactly beschribe gsi what it gaht

It ish emal en Tubel GSI , and e Beiz fully Bsoffni All händ gschroue : Tubel , Do something with bi dary Trophy He ish uf de table ue gschtige , schtolz and very äleige He hät grüeft : Yes , dane Monkey gangis scho go see ! He hät no es pschtellt beer , and me hät en ghöre saw He seg au in the jungle every negro would over

It ish emal en Tubel gsi , dä gschtartet ish in Flugzüg And woner glandet ish because hät sis Team scho Ufen He gwartet ish Fascht Wienen King ines big car gschtige Sini Hälfer händem provisions pige in backpack For days sinds gfahre until as Ändi vo de Wält And dänn händsen deetglah , ohni passport and ohni Gält

It ish emal en Tubel gsi , dä ish on Bode kroche S’hätem öpper s’letschte large Abentüür verschproche He umegloffe ish dräckig and älei in the jungle Ändlich he hät Imne- village troffe few Soldate He hät grüeft : Jetz Willi hei , so öppis ish ECN Gschpass me But the Soldier händ only gseit : Mir würded gladly times your pass gseh

It ish emal en Tubel gsi , en zäche and en gsunde Dä ish somewhere WIIT ford vo there verschwunde in Draeck He never hät terms that dä competition , De Grossi Worde Nume erfunde ish , to en los Tubel sii Dihei i sinere pickling , deet händs en zimmli gschnäll would forget And uf sim space since isch scho glii s new Tubel gsässe

The Tubel Trophy hät nöd only Gschpass eso vill Schtrophe Each Tubel begriiffe Söll’s , and au d‘ Philosophe All her Tuble where husiered with eune Tubel – Schprüch All her Tuble , where her every Tubel naamarschiered Schtönd emal i d‘ Schiissi , and the handle where ’s hät , deet ziender Wänn you are nümme there dänn missed eu nämmli Niemer

Eine Suppe zum Auslöffeln

Eine Suppe zum Auslöffeln

Ja, ich habe mich auf das Festival in Frauenfeld eingeschossen. Nicht weil es meinen Musikgeschmack nicht trifft, sondern weil ich bei den Organisatoren Selbstkritik und Feingefühl vermisse.
Und ja, Politik hat an einem Festival selber nicht viel verloren. Man sollte die Musik und die Stimmung geniessen können. Das bedeutet aber nicht, dass man im Vorfeld auf kritische Töne verzichten sollte.

Was hat der Baur denn jetzt schon wieder?
Nach #favelagate (nein, ist noch nicht ausgestanden) holt die Fussball-WM in Brasilien auch die Veranstalter ein (vermutlich sind sie sich dessen aber nicht bewusst). Zwar nicht direkt, aber einige „dumme“ Ereignisse treffen (nicht ganz unerwartet) aufeinander.
Da wäre einerseits die bereits erwähnte Favela-Geschichte. Andererseits die (vom Publikum erwartete) „Public Viewing WM Zone“. Und jetzt die (ebenfalls nicht überraschenden) Ausschreitungen in den WM-Städten.

In Brasilien brodelt eine äusserst unglückliche Suppe aus sozialen, politischen und kommerziellen Zutaten. Letztendlich kocht das Open Air Frauenfeld ein anderes Süppchen, verwendet aber die selben Zutaten.
Ihr solltet euch entscheiden, ob ihr wirklich die selbe Suppe auslöffeln wollt, oder ob ihr ausschliesslich „Kommerz“ als Zutat verwenden möchtet und damit auf den faden Nachgeschmack verzichtet.
En Guetä!