Browsed by
Kategorie: Sexualkunde

Der Grossacker-Porno

Der Grossacker-Porno

Muss mir da mal wieder was von der Seele schreiben!

Liebe Eltern, Lehrer, Schulleiter und speziell die Medien

Ihr habt es geschafft, mit euren Reaktionen auf ein 20sekunden Video, die Erwachsenenwelt in Panik und blinden Aktionismus zu versetzen.
Vermutlich liegt es einmal mehr nur daran, dass „neue“ virale Vertriebskanäle mit im Spiel waren.
Hätten die Jungs ihre nachgespielte DoggyStyle Szene ausschliesslich unter den Blicken ihrer Kameraden und unter Ausschluss der grossen weiten Öffentlichkeit vorgeführt, dann wäre es bei einem Kopfschütteln und maximal einer Ermahnung geblieben.
Aber so dürfen sich nun auch die Psychologen, Kinderschutzorganisationen, Ärzte, Justiz und andere involvierte Personen frei empären. Fehlt letztendlich noch die Forderung nach psychologischer Betreuung des „Opfers“ und das Ruhigstellen des Täters mit irgendwelchen ADHS Medikamenten.

Dass die Medien die Berichterstattung mit Schlagzeilen wie „Kinderpornografie“ „Sex-Video mit Kindern“ (nicht von Kindern!!!) „Haben Schüler Kinderporno gedreht“ „Kinderpornos kursieren im Schul-Chat“ tut ihr übriges um Soziale Medien einmal mehr zu verteufeln und Eltern zu verunsichern.

Forderungen nach Kontrolle, Filtersoftware und Sanktionen sind gestellt. Kinder sollen also von Eltern ihrer Privatsphäre beraubt und Vertrauensverhältnisse zerstört werden.

So löst ihr keine Probleme, schon gar nicht, wenn es sich dann um wirkliche Übergriffe handeln sollte. Oder glaubt ihr im Ernst, eure Kinder erzählen euch noch etwas, wenn man ihnen schon wegen (in ihren Augen) Bagatellen das Handy einzieht und täglich im Chatverlauf ihre intimsten Momente mit ihrem Schätzli nachliest?

Sorry, ihr seid verantwortungslos, überempfindlich und habt den Respekt vor den Kids verloren.
Redet mit den Kids über solche Dinge, schafft Vertrauen, erklärt was Recht und Unrecht ist und sie werden sich bei euch melden, wenn etwas passiert, das relevant ist.

Quelle, die bei mir das Fass zum Ãœberlaufen gebracht hat (20min)
Und bitte kommt mir nicht damit, dass man dieses Blatt eh nicht ernst nehmen kann….

Und zum Schluss noch einen Satz, der mir zugeflüstert wurde:

„Doggystyle-Inspirationen holt man sich nicht auf YouPorn sondern auf Discovery Channel“

14_01_28_k_Deckakt_Madiba_mit_Maleika_Zoo_Magdebur_f442408867

Bild: Zoo Magdeburg

«Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» zurückgezogen

«Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» zurückgezogen

Die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» hat ihren Zweck erfüllt“ schreiben die Initianten auf ihrer Webseite http://schutzinitiative.ch/
Damit gelangt die bereits eingereicht Initiative mi 110’000 Unterschriften nicht zu Abstimmung.
Die erreichten Ziele allerdings wollen sich mir nicht wirklich erschliessen:

  • Aus den Basler «Sexboxen» sei das «pornografische Material» entfernt worden. Ausserdem sei die «unsensible Bezeichnung ‚Sexbox‘ geändert worden.» (Heisst neu«Unterrichtsmaterialien für die Sexualerziehung»)
  • das Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule an der Pädagogischen Hochschule Luzern geschlossen worden (Ende Juni 2013, rund 6 Monate vor Ablauf der Sammelfrist)
  • Bei der Erstellung des Lehrplans 21 sei ausserdem darauf geachtet worden, dass vor dem 10. Lebensjahr der Kinder kein Sexualkunde-Unterricht vorgesehen sei (Das sieht Basel und das Appelationsgericht anders)
  • habe man im gesamten Lehrplan auf die Verwendung des «ideologisierten Ausdrucks ‚Gender’» verzichtet (Als ob Gender als Ausdruck unsere Kinder verunsichern könnte)

So zumindest berichtet SRF

Gemäss Unterschriftenbogen (PDF) sahen die Ziele wie folgt aus:

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 11, Abs. 3 (neu) 3 Sexualerziehung ist Sache der Eltern.
Abs. 4 Unterricht zur Prävention von Kindsmissbrauch kann ab dem Kindergarten erteilt werden. Dieser Unterricht beinhaltet keine Sexualkunde.
Abs. 5 Freiwilliger Sexualkundeunterricht kann von Klassenlehrpersonen an Kinder und Jugendliche ab dem vollendeten neunten Altersjahr erteilt werden.
Abs. 6 Obligatorischer Unterricht zur Vermittlung von Wissen über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung kann von Biologielehrpersonen an Kinder und Jugendliche ab dem vollendeten zwölften Altersjahr erteilt werden.
Abs. 7 Kinder und Jugendliche können nicht gezwungen werden, weitergehendem Sexualkundeunterricht zu folgen

So ganz erfüllt ist da vermutlich nicht alles.
Insbesondere auch bei den Medienberichten kamen teils ganz andere Bedenken (Glaubensfragen) und Einwände (Pornographisches Bildmaterial in Lehrmitteln) zum Vorschein.
Ich für meinen Teil bin nicht unglücklich, dass die Initiative zurückgezogen wurde. Allerdings wäre ein Volksentscheid durchaus sinnvoll gewesen.
Die Diskussionen werden so leider weitergehen. Das kündigt auch das Initiativkomitee an, in dem es einen «Verein Schutzinitiative» gegründet hat. Die Aufgaben des Vereins sind relativ klar deklariert: „…will Auswüchse beim Sexualkundeunterricht verhindern“ (Quelle: SRF)
Es geht leider weiter 🙁

Ältere Artikel zum Thema: Volksinitiative gegen zu frühe Sexualkunde Teil I und Teil II

Mein Beitrag für freie-schulen.ch

Mein Beitrag für freie-schulen.ch

Ich schwanke bei Aktionen meiner „politischen Gegner“ ja immer wieder zwischen Ignorieren und Ausdiskutieren hin und her.
Im aktuellen Fall von freie-schulen.ch habe ich mich nun entschieden, meine persönliche Indoktrination durch die Schule und Behörden einzureichen.

Das ist übrigens kein Fake-Eintrag, sondern mein bitterer Ernst. Bin gespannt, ob die JSVP die Meldung veröffentlicht oder sie in der Rubrik „Amüsant“ einordnet.
Auf jeden Fall stell ich meinen „Tatort Schule“ hier schon mal online:


Ich wurde in meiner Schulzeit weder von Links noch Rechts beeinflusst. Meine politische Richtung habe ich erst während der Lehre und danach gefunden. 

Viel mehr gestört hat mich der aufgezwungene und teilweise schon fast missionarisch aufgebaute christliche Religionsunterricht. Wir mussten beten, in der Bibel lesen und vor Feiertagen in die Kirche. Dies sogar in einem, auf dem Stundenplan ausgewiesenen, separatem Schulfach! Das zog sich weiter bis zum obligatorischen Dienst bei der Schweizer Armee. Auch dort wurden wir durch Feldprediger und christliche Symbole immer wieder auf christliche Werte aufmerksam gemacht. Selbstverständlich mit der Waffe in der Hand.

Weiter wäre ich froh gewesen, wenn ich während der obligatorischen Schulzeit mehr zum Thema Sexualität erfahren hätte. Die vermittelten Inhalte begrenzten sich gerade mal darauf, dass Männlein und Weiblein anatomisch unterschiedlich geformt sind. Mehr gab es dazu nicht, vermutlich aufgrund der systematischen christlichen Indoktrination,  die durch die Schulbehörden verordnet und geschützt wurde.


In freudiger Erwartung auf die Veröffentlichung 😉
Da man auf der Seite selber ja die Einträge nicht diskutieren und kommentieren kann, seid ihr alle herzlich eingeladen die Kommentarfunktion zu nutzen

Volksinitiative gegen zu frühe Sexualkunde – Teil 2

Volksinitiative gegen zu frühe Sexualkunde – Teil 2

Schockiert!

Gemäss Blick und St. Galler Tagblatt ist der Mitinitiant der Initiative 1996 wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden!
Das Tagblatt betitelt diese Tatsache noch mit einem netten „Fehlstart für die Initiative“. Auch Blick hatte schon reisserische Schlagzeilen als „Rücktritt nach Sexvorwürfen“

Ich halte das ganze für einen unsäglichen  Skandal, der die ganze Geschichte rund um die Aufklärung weiter ad absurdum führt.
Nicht nur, dass schon während der Sammlung zur Petition beinahe ausschliesslich Fehlinformationen verbreitet wurden, sondern auch die inolvierten Verbände werfen Fragen auf.

Diesmal stelle ich die Frage, weshalb Benjamin Spühler so heftig auf eine relativ harmlose Frage reagiert. Scheinbar hatte er ja doch etwas zu verbergen.
Der Ausschnitt des Interview stammt aus  der basellandschaftlichen Zeitung (Link)

 

 

Fortsetzung folgt

Volksinitiative gegen zu frühe Sexualkunde

Volksinitiative gegen zu frühe Sexualkunde

Nach der Petition nun die Initiative

Sicherlich sind die 91’000 Unterschriften der Petition ein beachtlicher Wert und zeigen dass das Thema den Leuten wichtig ist.
Jetzt ist daraus eine Initiative entstanden, was sicherlich folgerichtig ist und uns zeigen wird, wie wichtig dieses Thema wirklich ist.

Aber, bitte hinterfragt die Beweggründe der Initianten gründlich bevor ihr eure Unterschrift darunter setzt.

Ich werde mich von jetzt an in regelmässigen Abständen zu den Äusserungen der Exponenten äussern und mit Beispielen, Zeitungsartikeln und TV-Berichten zum Anliegen der Initiative äussern.

 

Heute stelle ich ganz einfach eine Frage:

Glaubt ihr wirklich, dass die Initianten fähig sind, ihre Kinder im Rahmen des Elternhauses aufzuklären? Ich bezweifle das stark
Ein Beispiel dazu liefert Anian Liebrand im Club auf SF:
Club vom 12.07.2011