Die Strategie der „VBSG AG“

Die Strategie der „VBSG AG“

Gemäss Herrn Fredy Brunner ist eine Zusammenarbeit der VBSG mit den anderen Verkehrsbetrieben auf dem Platz St. Gallen nur dann möglich, wenn die Organisationsform der VBSG in eine AG umgewandelt wird.

Ehrlich gesagt, überzeugen mich die Argument nicht, sondern Sie zeigen viel mehr die Unfähigkeit der Politik die Interessen der Stadt gegenüber den angrenzenden Gemeinden und den anderen Verkehrsbetrieben zu vertreten.
Wer, wenn nicht die Politik müsste in der Lage sein eine starke VBSG zu installieren, die unter der Kontrolle des Parlaments und damit der Bürger ist.
Der Öffentliche Verkehr darf nicht nach streng finanzwirtschaftlichen Regeln geführt werden und schon gar nicht um andere Verkehrsbetriebe „unter Druck“ zu setzen. Der ÖV (nicht nur der in der Stadt St. Gallen) hat in erster Linie eine soziale Funktion. Sie bringt der Bevölkerung Mobilität und damit auch eine Integration in das Alltagsleben einer Stadt und den angrenzenden Regionen.
Ja, es wird einige Anstrengung kosten, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Wenn dies jedoch mit dem politischen Rückhalt der Regionen geschieht, dann profitieren alle davon. Es kann ein Verkehrsnetz entstehen, das der Bevölkerung gehört. Damit ist auch gewährleistet, dass ein Ab- oder Umbau nur dann vorgenommen werden kann, wenn auch das Stimmvolk ja dazu sagt. Eine schleichende Privatisierung und ein damit verbundener Abbau des Service Public kann nur verhindert werden, wenn die VBSG in der Obhut der Stadt verbleibt.

Marcel Baur
Kandidat Stadtparlament
Piratenpartei SG AR AI

3 thoughts on “Die Strategie der „VBSG AG“

  1. Sehe ebenfalls keinen Unterschied ob AG oder Status quo. Der ÖV wird zu 50% über Steuern und Abgaben finanziert wenn ich mich recht erinnere. Vielleicht müssten deshalb auch Kantone und Gemeinden stärker Druck ausüben auf die Unternehmen, egal ob AG oder nicht. Wir brauchen einen effizienten Einsatz der Mittel. Kein Gärtchendenken. Siehe Zürcher Verkehrsverbund. Dort scheint das ja zu funktionieren.

  2. Der Vergleich mit Zürich hinkt insofern, als das es sich nicht um eine eigentliche AG handelt.
    Es it ein Zusammenschluss verschiedener Verkehrsbetriebe die unter sogenanntem New Public Management läuft.
    Dies soll eine effiziente Möglichkeit sein, auch innerhalb von Verwaltungen eine wirtschaftliche Betriebsorganisation zu gewährleisten, ohne die Regierung, das Parlament und letztendlich das Stimmvolk zu umgehen.
    Diese sogenannte wirtschaftliche Verwaltungsführung existiert bereits seit den 90er Jahren.

    Aber du legst den Finger auf den wunden Punkt. Die Verwaltungen müss(t)en heute in der Lage sein, genügend Druck auf die Unternehmungen ausüben zu können ohne dass ihre Organisationsform geändert werden muss. Es ist schliesslich im Sinne aller, wenn wir über ein funktionierendes und kosteneffizientes Verkehrsnetz verfügen.

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