Eine Suppe zum Auslöffeln

Eine Suppe zum Auslöffeln

Ja, ich habe mich auf das Festival in Frauenfeld eingeschossen. Nicht weil es meinen Musikgeschmack nicht trifft, sondern weil ich bei den Organisatoren Selbstkritik und Feingefühl vermisse.
Und ja, Politik hat an einem Festival selber nicht viel verloren. Man sollte die Musik und die Stimmung geniessen können. Das bedeutet aber nicht, dass man im Vorfeld auf kritische Töne verzichten sollte.

Was hat der Baur denn jetzt schon wieder?
Nach #favelagate (nein, ist noch nicht ausgestanden) holt die Fussball-WM in Brasilien auch die Veranstalter ein (vermutlich sind sie sich dessen aber nicht bewusst). Zwar nicht direkt, aber einige „dumme“ Ereignisse treffen (nicht ganz unerwartet) aufeinander.
Da wäre einerseits die bereits erwähnte Favela-Geschichte. Andererseits die (vom Publikum erwartete) „Public Viewing WM Zone“. Und jetzt die (ebenfalls nicht überraschenden) Ausschreitungen in den WM-Städten.

In Brasilien brodelt eine äusserst unglückliche Suppe aus sozialen, politischen und kommerziellen Zutaten. Letztendlich kocht das Open Air Frauenfeld ein anderes Süppchen, verwendet aber die selben Zutaten.
Ihr solltet euch entscheiden, ob ihr wirklich die selbe Suppe auslöffeln wollt, oder ob ihr ausschliesslich „Kommerz“ als Zutat verwenden möchtet und damit auf den faden Nachgeschmack verzichtet.
En Guetä!

 

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