Jeder Rappen zählt

Jeder Rappen zählt

Ich habe mit dieses Jahr lange überlegt, ob ich meine Spenden an JRZ resp. die Glückskette abgeben möchte. Da die Idee aus dem Freundeskreis kam, und ich Sammelaktionen durchaus kritisch gegenüberstehe,  habe ich mir vorgenommen, mich vor einer Zusage vorgängig zu informieren.
Dabei habe ich für mich persönlich ein paar Kriterien angeschaut.

Das Thema Wasser ist für mich ein klarer nachhaltiger Sammelgrund. Also kein Thema.
Die Glückskette ist zwar nicht ZEWO zertifiziert, aber auch kein eigentliches Hilfswerk. Sie verteilt aber das eingenommene Geld nur an Hilfswerke die ZEWO zertifiziert sind.
Ein weiterer Punkt war für mich die Professionalität. Das verschlingt zwar etwas mehr administrative Kosten, gewährleistet aber eine emotionslose Verteilung der Gelder. Das ist für mich leider sehr oft ein Kritikpunkt bei kleinen und sehr kleinen Hilfswerken. Es besteht die Gefahr, dass durch die emotionale Bindung an ein Dorf oder eine Familie zu weniger Nachhaltigkeit oder sogar Unstimmigkeiten bei den Betroffenen direkt hervorgerufen werden könnten.
Ich möchte die Arbeit der kleinen Hilfswerke aber auf keinen Fall schmälern, habe ich doch in der Vergangenheit praktisch vorbehaltslos solche Institutionen unterstützt.

12120016

Kurz gesagt, ich habe meine Spende dieses Jahr an JRZ übergeben und habe keinerlei schlechte Gefühle dabei und bin recht zuversichtlich, dass mein Beitrag in meinem Sinne eingesetzt wird.
Ob ich auch nächstes Jahr wieder der Glückskette spenden werde, wirdwerde ich spontan entscheiden.

Kritik ist selbstverständlich erlaubt. Ich hatte auch einige Mühe mit der medialen Aufbereitung der Sammelaktion. Eine Bühne für Selbstdarsteller ist sie allerdings nicht, dafür standen zu viele Menschen Schlange als das jeder seine Geschichte hätte präsentieren können. Wer sich jedoch die Mühe machte sich entsprechend zu kostümieren oder sich zu exhibitionieren, der konnte sich ein wenig Medienecho erhoffen. Dies ist aber auch bei allen Großveranstaltungen und in der Politik mittlerweile üblich und auch durchaus legitim.

Leave a Reply