Kapo SG entfernt Internetpranger

Kapo SG entfernt Internetpranger

Update vom 12.6.2013 08:50 Uhr
Mittlerweile sind die Bilder auch auf der Webseite des Blick verschwunden

Update von heute 12.6.2013
SRF1 fragt bei Thomas Hansjakob nach:
Die Staatsanwaltschaft hat es schlicht vergessen und will nun mit Regeln nachbessern. Zu hören im Regionaljournal Ostschweiz
Und so nebenbei, beim Blick sind die Fotos nach wie vor vorhanden. Da haben sowohl Etrit Hasler als auch Thomas Hansjakob leider recht.

 

Heute darf ich auf Twitter einen kleinen Erfolg gegen einen unsäglichen Internetpranger feieren.

Bei der Durchsicht meiner Bookmarks bin ich auf den Internetpranger der Kantonspolizei St. Gallen gestossen. Es handelte sich dabei um 2 verbliebene von ursprünglich 6 Hooligangs die bei den Ausschreitungen vom Match FC St. Gallen gegen den FC Zürich vom 28. Juli 2012!!!!!! dabei gewesen sein sollen.
Die Bilder wurden am 18.2.2013 auf der Webseite der Kapo hochgeladen. Heute am 11.6.2013 bin ich eben auf den gespeicherten Link gestossen und siehe da, die 2 verbleibenden Bilder waren noch immer online. Das heisst, 11 Monate nach dem mutmasslichen Vergehen und 4 Monate nach der Veröffentlichung. Da muss man doch einfach mal nachfragen.
Da die Kapo SG noch über keinen Twitteraccount verfügt, habe ich mir erlaubt den Account des Kanton SG zu erwähnen. Prompt, nach nur 2h die Rückmeldung, dass die Bilder resp. die Seite gelöscht wurden. Toller Service, aber…..

Ein Nachgeschmack bleibt. Immer wieder wurde den Bürgern versprochen, dass die Bilder nach erfolgreicher Identifikation postwendend von den Seiten verschwinden. Diese Aussagen kamen auch von anderen Corps und Dienststellen um die Aufregung bzgl. Persönlichkeitsschutz möglichst gering zu halten. Leider zeigt sich nun, dass die Gefahr, diese Versprechungen aus welchen Gründen auch immer nicht eingehalten werden, oder die Täter konnten tatsächlich bis heute nicht identifiziert werden. In beiden Fällen bleibt eben der üble Nachgeschmack zurück, dass der Internetpranger halt nicht DIE Lösung ist.

 

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