Kennt ihr den „Chilling-Effekt“?

Kennt ihr den „Chilling-Effekt“?

Hat nichts mit Klimaerwärmung oder den endlich anständigen Sommertemperaturen zu tun.
Nein, es geht um die Abkühlung gegenüber den staatlichen Institutionen.
Wer ständig und vollumfassend in seinem Tun überwacht wird, beginnt auszuweichen und verändert sein Verhalten. Wer möchte denn schon in die Mühlen der Justiz und Geheimdienste geraten, indem er im falschen Moment das falsche sagt, schreibt oder tut?

Man passt sich an. Äussert seine Meinung nur noch im geschützten Rahmen und verzichtet auf Kundgebungen, Fussballspiele oder den Besuch öffentlicher Plätze. Man zieht sich zurück und macht die Faust im Sack. Bekannt? Ja in einigen Staaten ist das heute so!
Oder man beginnt sich zu wehren, verabredet sich in geschützten Umgebungen und schmiedet Pläne, wie man sich gegen die Ungerechtigkeiten wehren kann. Anfangs vielleicht noch mit stillem Protest, aber je länger je mehr können auch Gefühle aufkommen, die nicht mehr nur friedlicher Natur sind. Auch das kennen wir in Europa, oder es wird uns zumindest weisgemacht, das „Terrorzellen“ existieren.

Die totale Überwachung ist eine EInbahnstrasse, deren Ende vermint ist. Wir müssen uns für die Errungenschaften der Freiheit und Demokratie wehren, bevor die Ziele der Überwachung nach hinten losgehen!

 

Ganz passend dazu noch eine kleine Fabel von Franz Kafka (Dank an @pno_rhei)

»Ach«, sagte die Maus, »,die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.« – »Du mußt nur die Laufrichtung ändern«, sagte die Katze und fraß sie.

Quelle: http://herrlarbig.de/2010/01/24/franz-kafka-kleine-fabel/

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