Künstler vs. Piraten

Künstler vs. Piraten

Sind die Piraten wirklich die Gegener, die der Verein Musikschaffende ausgemacht und verurteilen will?

Ich hatte (habe) gerade eine inspirierende Ping-Pong Geschichte bei Twitter am Laufen.
Ich weiss zwar nicht, mit wem genau ich Twittere, aber inhaltlich spielt es eigentlich eine untergeordnete Rolle.

Ich habe festgestellt, dass wir eigentlich ziemlich aneinander vorbei geredet haben. Mich interessierte nur die Neutralität und Freiheit des Netzes und mein gegenüber seine Existenz als Künstler (selbstverständlich nicht nur seine).
Etwas arrogant habe ich mich auf den Standpunkt gestellt, dass die Meinungsfreiheit logischerweise über der wirtschaftlichen Existenz eines Künstlers steht. Dazu stehe ich zwar nach wie vor, ist aber für das Vis a Vis wohl ein ziemlich heftiger Schlag mitten ins Gesicht.

Zum meinem Glück scheint mein Gegenüber nicht nachtragend. Glücklicherweise scheint er/sie sogar ernsthaft an einer Disskusion interessiert zu sein. Dies ist eigentlich auch ganz im Sinne der Piraten. Schliesslich wollen wir eigentlich nichts anderes als die Urheberrechte der Künstler stärken und trotzdem die Netzneutralität nicht gefährden.
ACTA und wie diese unsäglichen reglementarischen Konstrukte alle heissen werden jedoch an der „Gratis-Mentalität“ nichts ändern können. Eine Lizenzierung, die den freien privaten Gebrauch legalisiert und die kommerzielle Nutzung als Einkommensquelle legitimiert könnte uns einen Schritt weiterbringen.
Um nochmals klarzustellen, ein reguliertes Netz mit den technischen Voraussetzungen, Inhalte zu sperren oder deren Konsumenten und Urheber  einer Dauerüberwachung zu unterziehen fördert Misstrauen führt zu einer unterdrückten Gesellschaft und ist schlussendlich eine Gefahr für die Demokratie. Das kann auch nicht im Sinn der Künstler sein.

Den Twitter-Dialog könnt ihr hier nachlesen

Leave a Reply