Voice of SVP

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Am Dienstag wurde bei SRF ein Club zum Thema Bedrohung «Flüchtling»? ausgestrahlt.
Die Teilnehmerliste:

  • Almaz Zerai, Ärztin, Eritreerin
  • Hans-Ruedi Hottiger, Stadtammann Zofingen
  • Susanne Hochuli, Regierungsrätin Kt. Argau
  • Edouard Gnesa, Sonderbotschafter Migration EDA
  • Stefan Frey, Mediensprecher Schweizerische Flüchtlingshilfe

Heute Samstag äussert sich Herr Mörgeli auf Twitter so;

Herr Mörgeli, ein erklärter Feind des Schweizer Fernsehens (man schaue sich dazu auch seine Voten im Parlament an) vermisst in der Diskussionsrunde ein Gegenpol. Am liebsten wäre vermutlich er selber anwesend gewesen, oder hätte sich einen Scharfmacher aus der Partei in der Runde gewünscht. Nachvollziehbar, geht es doch langsam in den Endspurt des Wahlkampfes.
Aber genau das hat der Club, und da bin überzeugt, verhindern wollen. Ein Politbattle mit den üblichen Vorwürfen und Anschuldigungen an die Adresse von Sozialindustrie und Gutmenschen.
Eine sachliche Diskussion mit konstruktiven Ansätzen ist mit der SVP während (eigentlich nie) des Wahlkampfes schlicht nicht möglich.
Wer nun aber denkt, es wäre eine stinklangweilige Sendung gewesen, der irrt. Die Anwesenheit von Exekutivpolitikern, Flüchtlingshilfe und einer Ärztin aus Eritrea war genau die richtige Mischung, um sachlich über die Probleme mit den Menschen, die bereits hier in der Schweiz leben zu diskutieren. Extremisten und Leute, die so oder so jeden Flüchtling abweisen oder durch eine Mauer am Zutritt hindern wollen, wären fehl am Platz gewesen.

Ich verneige mich vor den Redaktoren der Sendung. Es braucht Mut, derart unter rechtspolitischem Druck und in der Zeit vor den Wahlen auf Polemik zu verzichten. Der Verlauf der Sendung gibt SRF recht.
Wir müssen bestehende Probleme sachlich und konstruktiv diskutieren. Das geht mit der SVP nicht.
Die Partei soll sich darum kümmern, wie die Zukunft politisch gestaltet werden soll und nicht um den Umgang mit Menschen, die hier angekommen sind und ein Recht auf ein gesetzlich geregeltes Asylverfahren haben.
Wenn die SVP mitreden will, dann soll sie sich mässigen, Fakten respektieren und konstruktiv mitarbeiten. Zäune zu errichten ist der falsche Weg, insbesondere auch Zäune zwischen den hier lebenden Meinungen.

PS: Die nächste Arena kommt bestimmt!

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