Wahlstafette vom St. Galler Tagblatt am 29.8.2012

Wahlstafette vom St. Galler Tagblatt am 29.8.2012

Das St. Galler Tagblatt führt vor Wahlen jeweils eine Wahlstafette mit verschiedenen Kandidaten durch.
Heute durfte auch die Piratenpartei ran:

Hier die Frage, die an mich gestellt wurde:

Die Anliegen der Piratenpartei haben, soweit sie überhaupt bekannt sind, vor allem mit der Freiheit im Internet zu tun. Wieso heisst Ihre Gruppierung eigentlich nicht Computer- oder Internetpartei?

und hier meine Antwort:

Die Piratenpartei hat ihren Ursprung in Schweden. Der Name selber wurde der Partei von der Musikindustrie sozusagen aufgedrängt und wird seit dem als überspitzte Bezeichnung von allen Schwesterparteien in ganz Europa verwendet.

Der Vorwurf, die PPS habe kein Programm und kümmere sich lediglich um die so genannte Netzpolitik, hält sich hartnäckig. Die Piraten haben in den letzten Monaten und Jahren ihr Programm jedoch laufend erweitert.
Sozial- und Bildungspolitik besitzen mittlerweile einen mindestens so hohen Stellenwert wie unser Engagement in Bereich von Patent- und Urheberrecht. Parolen zur Europa- und der Energiepolitik stehen auf der selben Stufe wie die klassische Netzpolitik und der Datenschutz.
Wie können sich die Piraten in die Politik der Stadt St. Gallen einbringen? Wie stehen wir zu aktuellen Themen:
Die Umwandlung der VBSG in eine AG lehnen wir ab. Der ÖV gehört zum Service Public und darf nicht nach streng wirtschaftlichen Kriterien geführt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass am Volk vorbei gehandelt wird.
Ein autofreier Marktplatz ist für die weitere Entwicklung der Innenstadt ein wichtiger Schritt.
Die Bibliothek, das Kugl und auch die Villa Wiesental gehören zur Kultur, die erhalten und gefördert werden soll. Dazu gehört auch der Neubau des Naturmuseums im Osten der Stadt.
Weiter soll den Jugendlichen wieder mehr Freiraum zugesprochen werden und anstelle von Repression verstärkt auf Eigenverantwortung gesetzt werden.

2 thoughts on “Wahlstafette vom St. Galler Tagblatt am 29.8.2012

  1. Cool! Ich hätte noch betont, dass der digitale Wandel eben alle Themen durchdringt, und wir uns deshalb, wenn wir uns mit den Auswirkungen und Chancen des digitalen Wandels beschäftigen, auch mit allen anderen Themen beschäftigen. Der Unterschied sind nicht die Themen, sondern die Sichtweise. (Einfach so fürs nächste Mal, und hier zur Ergänzung.)

  2. Ich hatte leider nur 1300 Zeichen zur Verfügung und wollte den Artikel aus der Zeitung 1:1 veröffentlichen.
    Zudem war es mir recht wichtig die lokalen Themen aufzugreifen, damit die Wähler auch sehen, wie sich unsere politischen Ideen auch auf lokale Themen anwenden lassen.
    Ich nehme dein Input gerne so auf und werde ihn sicherlich bei der Einen oder Anderen Gelegenheit dazupacken.

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